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Montag, 25. September 2017

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Digestif

 

Reicht man dieses Getränk nun vor oder nach dem Essen? Oft stellt sich diese Frage, wenn die Wörter Digestif und Aperitif im Raum stehen. Unter Digestif (französisch: „verdauungsfördernd“) versteht man Genussmittel wie Getränke und Zigarren, welche nach dem Essen konsumiert werden. Einerseits sollen Sie die Verdauung fördern, andererseits einen optimalen Ausklang eines Essens darstellen.

Oft ist dies dann ein Verdauungsschnaps, der in der Schweiz auch liebevoll „Verdauerli“ genannt wird und mehrere Funktionen erfüllt. Der enthaltene Alkohol steigert zum einen die Magendurchblutung, die Salzsäure- und Pepsinproduktion sowie die Produktion von Gallensekreten, die die Verdauung fördern. Zum anderen hilft er nach einer fettreichen Mahlzeit zu entspannen und ein Gefühl von Wohlbefinden zu bekommen.

Bei Verdauungsschwäche kann der Genuss spezieller Pepsinweine diese Beschwerden mildern. Warum? Pepsin heißt ein Magenenzym, welches unter Einfluss der Magensäure die Nahrung in ihre Bausteine zerlegt, damit sie dem weiteren Stoffwechsel zugeführt werden können. Früher wurden Pepsinweine (Likörweine) aus diesem Grund oft als Digestif zur Verdauungsanregung getrunken und sind auch heute noch unter anderem in Apotheken erhältlich.

Köstlichkeiten, die man als Digestif reichen kann, gibt es einige: Cognac und der Tresterbrand, Edelbrände, klare Spirituosen, Whisky, Geiste, tolle Likörweine, die gerne schon zum Dessert gereicht werden. Auch verführerisch anregende Essige, Kräuterschnäpse oder ein prickelnder Winzersekt sind geschmackvolle Mittel, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.

Für die Auswahl eines Digestifs sollte man auf gute Qualität und die Menge achten. Wirklich bekömmlich sind nur kleine „Tröpfchen“ hochwertiger Produkte. Nach dem Motto: „Weniger ist manchmal mehr!“

 

Gabi Klein

 

Pfälzische Weinkönigin