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Montag, 25. September 2017

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Kellermeister

 

Ein Kellermeister ist eine qualifizierte technische Führungskraft. Er plant, steuert und überwacht die Arbeitsprozesse der Weinbereitung. Neben anderen Tätigkeiten hat er die alleinige Verantwortung für all diese Schritte. Angefangen von der Entgegennahme des Traubengutes und dessen qualitativer Beurteilung über die Kelterung, die Gärung, den Ausbau der Weine und deren Abfüllung sowie die fachgerechte Lagerung, damit am Ende die Qualität der Produkte gewährleistet werden kann.

Es erfordert viel Sachkönnen und Geduld, um das Potential des Traubenguts richtig zu beurteilen und dieses im fertigen Wein auch zur Geltung zu bringen. Das ist die Kunst dabei. Im Rahmen der Arbeitsorganisation ist er dafür verantwortlich, dass ausreichend moderne Technik vorhanden ist. Er kümmert sich auch um deren Pflege und Reparatur.

Zudem ist der Kellermeister für die Weinvermarktung zuständig. Er entwickelt Konzepte für den Direktabsatz und legt Absatzkonditionen für Handel und Genossenschaften fest. Oft kommt noch zusätzlich die betriebswirtschaftliche Führung des Betriebes hinzu. Heutzutage gilt die Ausbildung zum Kellermeister als berufliche Fortbildung, der eine Ausbildung zum Winzer oder Weinküfer vorangegangen sein muss.

Zu Beginn der 80er Jahre genoss der Kellermeister fast eine kulthafte Verehrung. Er wurde als fähig erachtet, aus beliebiger Qualität feinste Weine gestalten zu können. Heutzutage weiß man, dass selbst ein „Meister“ seines Handwerks aus einem schlechten Lesegut keinen richtigen Spitzenwein mehr zaubern kann.

Die alte Berufsbezeichnung für den Handwerksberuf des Kellermeisters lautete „Weinküfermeister“.

 

Gabi Klein

 

Pfälzische Weinkönigin