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Montag, 25. September 2017

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Merlot

 

Rebsorte stammt vermutlich aus Frankreich. Sie wurde erstmals im 14. Jahrhundert in Bordeaux schriftlich erwähnt. Lange Zeit vermutete man, dass der Merlot in enger Verwandtschaft zum Cabernet Franc steht, welche 2009 durch eine DNA- Analyse bestätigt wurde. Die Eltern des Merlot sind die fast ausgestorbene Rebsorte Magdeleine Noire des Charentes und Cabernet Franc.Der Name des Merlot leitet sich wahrscheinlich aus dem französischen Wort Merle (deutsch: Amsel) ab: Die sehr früh reifenden Trauben werden sehr gerne von Amseln gefressen.

Merlot gehört zu den sechs zugelassenen Rotweinrebsorten, die im Bordeaux angebaut werden dürfen, und ist mit rund 160.000 Hektar Anbaufläche die dritthäufigste Rotweinrebe weltweit. Auch in Deutschland ist der Merlot auf rund 450 Hektar zu finden. In der Pfalz gedeiht er auf über 200 Hektar.

Aufgrund ihres frühen Austriebs ist die Rebe durch Spätfröste besonders gefährdet. Dennoch erbringt sie einen gleichmäßig hohen Ertrag und wird gerne als Cuvée ausgebaut. Die Weine der Merlot-Rebe gelten als körperreich, fruchtig und vollmundig. Die dunkelroten Weine weisen typische Aromen von Pflaume, Kirsche und schwarzer Johannisbeere auf und sind schon nach wenigen Jahren der Lagerung genussreif. Durch längere Lagerung kann der Wein noch weicher werden, jedoch verfliegen oft die fruchtigen Aromen und Kräuteraromen treten in den Vordergrund.

Im Barrique ausgebaut eignet der Merlot sich als toller Begleiter zu kräftigen Speisen. Ein einfacher, noch relativ junger Merlot passt sehr gut zu leichten Gerichten und ist auch an einem schönen Frühlings- oder Sommerabend perfekt zum Relaxen. Auch das Osterlamm lässt sich mit einem Merlot verfeinern.

 

Karen Storck

 

Pfälzische Weinkönigin