Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Zum Einzelverkauf der Ausgabe als PDF
Montag, 25. September 2017

21°C

Tempranillo

 

Tempranillo ist die bedeutendste rote Rebsorte des spanischen Weinbaugebietes Rioja. Man bezeichnet diese Rebsorte auch als „das Herz der spanischen Weinseele“. Der Name stammt von dem spanischen Wort „temprano“ (früh) und bedeutet soviel wie „die kleine Frühe“.

Dies deutet zum einen auf die frühe Reife der Traube hin, welche mehrere Wochen vor der anderer spanischer Rebsorten eintritt, zum anderen auf die Größe der Trauben. Doch woher stammt die Tempranillo-Rebe? Nach einer in Spanien populären Erzählung soll die Sorte eine Weiterentwicklung des Pinot Noir sein, des Spätburgunders.

Neuere genetische Untersuchungen zeigen allerdings, dass dies eher unwahrscheinlich ist. Als sicher jedoch gilt, dass Zisterzienser-Mönche, welche sich nach der Befreiung Spaniens von den Mauren in der Rioja niederließen, den Tempranillo angepflanzt haben. Dabei profitierte der Weinbau vom stetigen Austausch der Mönche mit dem französischen Burgund, wo der Weinbau schon lange Zeit Tradition war.

Die Weine des Tempranillo haben eine tiefdunkle, exzellente Farbe. Ganz typisch ist der duftige, fruchtbetonte Charakter, der gerne an Erdbeeren, Heidelbeeren, Pflaumen, Brombeeren oder auch Lakritze und Tabak erinnert. Doch die eigentliche Stärke kommt erst durch den Barriqueausbau zur Geltung.

So können Weine, die in amerikanischer Eiche ausgebaut werden, exotische Aromen wie Kokosnuss, Karamell oder Minze entwickeln, Weine hingegen, die in französischer Eiche ausgebaut werden, überwiegend Gewürz- und Röstaromen wie etwa Kaffee und Vanille.

Tempranillo hat von Natur aus wenig Säure. Durch die weichen, fast süßlichen Tannine ist er gut lagerfähig und bekommt eine schön geschmeidige Note.

 

Gabi Klein

 

Pfälzische Weinkönigin