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Montag, 25. September 2017

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Phoenix

 

Der Phoenix, ein der griechischen Mythologie entstammendes Fabelwesen, ist heute Namensgeber für Firmen und Produkte sowie Gegenstand zahlreicher Filme und Videospiele. Die Faszination für den Vogel rührt aus seinem Ende: Er verbrennt, um aus seiner Asche wieder aufzuerstehen.

 

Nach diesem Fabelwesen wurde auch eine Neuzüchtung des Instituts für Rebenzüchtung Geilweilerhof der Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen benannt. Die weiße Rebsorte Phoenix ist eine Kreuzung aus den Reben Bacchus und Villard Blanc.

 

Die Phoenixrebe ist außergewöhnlich pilz- und frostresistent und eignet sich besonders für sonnige Südost- bis Westwände. Die Pflanze, die keine besonderen Ansprüche an den Boden stellt, treibt mittelfrüh aus. Sie ist blühfest und verspricht daher jedes Jahr einen hohen Ertrag. Die Trauben werden gerne als Tafeltrauben verwendet, da sie säuerlich-süß bis vollsüß im Geschmack sind und kaum Kerne haben. Durch den kräftigen Wuchs eignet sich diese Rebe auch als Hausrebe. Was daher kaum jemand vermuten würde: Die Rebe erhielt erst 1992 den Sortenschutz und die Eintragung in die Sortenliste und 1994 die erste Gebietszulassung. In Deutschland waren 2007 46 Hektar mit dieser außergewöhnlichen Rebe bestockt, und auch die Schweiz hat schon kleine Bestände aufzuweisen. Ihre Weine zeichnen sich durch eine frische bis kräftige Säure aus. Sie sind kräftig und vollmundig und glänzen mit feinen Muskat-, Apfel-, und Aprikosenaromen.

 

Fragen Sie Ihren Winzer doch einmal nach der Phoenixrebe und mit ein bisschen Glück können Sie ein Gläschen Fabelfantasie genießen.

 

Karen Storck

Pfälzische Weinkönigin