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Donnerstag, 21. September 2017

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Goldriesling

 

Haben diese Rebsorten wirklich alle etwas miteinander gemeinsam?

Zwischen Schwarzriesling und Riesling gibt es nur eine Ähnlichkeit: Die Traubenform und der Wuchs. Ansonsten ist der Schwarzriesling eine rote Rebsorte aus der Burgunder-Familie. In Frankreich wird er auch Pinot Meunier genannt (deutsche Müllerrebe). Während dieser dort zur Champagner-Bereitung dient, ist er in Deutschland eher als süffiger Dämmerschoppen bekannt.

Der Goldriesling dagegen ist eine Kreuzung zwischen Riesling und Courtellier Musqué Précoce aus dem Jahre 1880. Diese Rebsorte findet man deutschlandweit nur in Sachsen. Mit insgesamt 12 Hektar Anbaufläche ist sie eine absolute Rarität. Der Goldriesling hat eine hellgelbe Farbe und ist feinwürzig mit einer leichten Muskatnote im Bukett. Er sollte jung getrunken werden und ist als leichter Tischwein beliebt.

Die bekannteste der drei Rebsorten ist natürlich der Riesling. Mit seinem internationalen Weltruf und als Inbegriff für deutsche Weißweine ist er unverwechselbar in seiner Frucht- und Säureharmonie. Der Riesling stellt hohe Anforderungen an Boden, Klima und die Winzerarbeit. In seinem Bukett erkennt man immer wieder zarte Anklänge von Pfirsich, Apfel und Zitrusfrucht, die so manchen Feinschmecker begeistern.

Also aufgepasst: Alle drei Rebsorten sind vollkommen eigenständig, individuell und wollen nicht miteinander verglichen oder gar verwechselt werden. Am besten probiert man sie selbst und macht sich sein eigenes Bild.

 

Katja Schweder, Deutsche Weinkönigin 2006/2007