Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Zum Einzelverkauf der Ausgabe als PDF
Montag, 25. September 2017

21°C

Huxelrebe

 

Die Huxelrebe ist eine empfindliche Rebsorte, die weiße Weine hervorbringt. Sie ist eine Kreuzung aus Gutedel und Courtillier Musqué und wurde 1927 von Georg Scheu an der Landesanstalt für Rebenzüchtung in Alzey gekreuzt.

Sie ist nahezu ausschließlich in Deutschland beheimatet und hat ihren Namen von Fritz Huxel, der sie in den 1950er Jahren in Westhofen (Rheinhessen) als erster umfangreich anbaute. Die Blätter dieser Rebsorte sind dreilappig, groß und die Zähne des Blattrandes liegen meist weit auseinander. Die Triebspitzen sind wollig bis filzig behaart und haben einen starken Wuchs.

Wenn man der Huxelrebe ein Immunsystem zusprechen würde, so könnte man sagen, dass dieses etwas schwach ist. So ist sie besonders empfindlich gegen Pilzkrankheiten und durch ihr frühes Austreiben auch gegen Winterfrost. Mehltau hingegen befällt diese Rebsorte eher selten. Ungern ist sie auf extrem kalkhaltigen Böden beheimatet.

Ganz charakteristisch für Huxeltrauben ist die „Jungfernfrüchtigkeit“ (Fruchtentwicklung ohne Befruchtung und Samenbildung), was bedeutet, dass an einer Traube ganz dicke, aber auch ganz kleine Beeren zu finden sind. Die kleinen Beeren sind kernlos (ohne Samenbildung), die großen Beeren besitzen ganz normal Kerne.

Die gelbgrünen Huxelbeeren haben einen saftigen würzigen Geschmack und können hochreif bis rosinenartig edelfaul werden. Aufgrund der dünnen Beerenhaut eignen sie sich trotz des angenehmen Geschmacks aber weniger als Tafeltrauben. Die Huxelrebe kann sehr hochwertige Weine hervorbringen, vor allem langlebige Dessertweine, die sich gerne großer Beliebtheit erfreuen.

 

Gabi Klein

 

Pfälzische Weinkönigin