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Montag, 25. September 2017

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Optima

 

Optima ist eine weiße Rebsorte. Sie ist eine Neuzüchtung, gekreuzt von den beiden Rebenzüchtern Peter Morio (1887-1960) und Prof. Bernhard Husfeld (1900-1970) am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof in Siebeldingen 1930. Dabei handelt es sich um eine Kreuzung von Silvaner und Riesling mit Müller-Thurgau. Auch diese Neuzüchtung wurde erst Anfang der 70er Jahre zum An- und Ausbau freigegeben.

Während sie 1970 Sortenschutz erlangte, erfolgte die Eintragung in die Sortenliste 1971. Der Name Optima stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „die Beste“, im übertragenen Sinne soviel wie „das Optimale“.

1994 waren noch rund 349 Hektar mit Optima bestockt. Doch die Tendenz ist stark fallend. So fand man 2007 in Deutschland nur noch rund 75 Hektar Rebfläche. Davon sind die größten Anteile im Anbaugebiet Mosel und Rheinhessen. Kleine Bestände findet man noch in Österreich, Brasilien, Kananda, Schweiz, Ungarn, an der Nahe und ganz geringe Anbauflächen in der Pfalz (2007 waren es vier Hektar).

Die Weine der Rebsorte Optima haben eine gelbgrüne Farbe und ein duftiges, aromatisches Bukett ähnlich dem des Rieslings. Doch im Gegensatz zum Riesling weist Optima einen hohen Zuckergehalt auf und zeigt sich bei fortgeschrittener Reife mit einer sehr verhaltenen Säure. Da diese Sorte sehr anfällig ist für Traubenbotrytis, entsteht Edelfäule. Die Auslesequalitäten der Weine werden gerne für Dessertweine genutzt. Aufgrund seiner frühen Reife mit den hohen Mostgewichten ist Optima ideal für kühlere Anbaugebiete. Besonders gerne wachsen die Reben auf mittelschweren bis schweren Lehmböden in luftigen Lagen. Denn auf flachgründigen Böden entstehen sehr schnell Trockenschäden.

 

Gabi Klein

 

Pfälzische Weinkönigin