Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Zum Einzelverkauf der Ausgabe als PDF
Montag, 25. September 2017

20°C

Saale-Unstrut

 

Das Weinanbaugebiet Saale-Unstrut besteht eine Zerreißprobe, verteilt es sich doch über drei Bundesländer Deutschlands. So gedeihen zugleich in Sachsen-Anhalt in den Tälern von Saale und Unstrut, als auch in Thüringen und Brandenburg die Reben der Region. Die Weinanbaufläche des Gebiets umfasst etwa 650 Hektar und hat sich somit seit der Deutschen Wiedervereinigung mehr als verdoppelt!

Trotz der Tatsache, dass Saale-Unstrut das nördlichste Anbaugebiet Deutschlands verkörpert, ist das Klima wärmer und trockener als im benachbarten Sachsen. Auch oder gerade deswegen wächst hier auf Lehm überlagertem Muschelkalk, Buntsandstein und Tonschiefer allen voran die Rebsorte Müller-Thurgau. Ebenso der Weißburgunder, Silvaner und Riesling gehören zu den Klassikern der Region. Nur ein Fünftel der angebauten Trauben sind Rotweinsorten wie etwa Portugieser, Dornfelder, Spätburgunder und Zweigelt.

Einen der vielleicht größten Erfolge erlebten die neuen Bundesländer zu Beginn des 21. Jahrhunderts, mit Weinen aus dem Anbaugebiet Saale-Unstrut. Es handelt sich um die Sektmarke Rotkäppchen, die bereits 1894 in der 1856 gegründeten Kellerei Kloss und Foerster in Freyburg/Unstrut aus der Taufe gehoben wurde. Schon zu DDR Zeiten war die Marke unheimlich populär und erreichte eine Produktionsmenge von bis zu fünfzehn Millionen Flaschen jährlich. 2002 konnte Rotkäppchen dann die renommierte Sektkellerei „Mumm“ in Hochheim am Main aufkaufen. Zusammen erzeugten beide im selben Jahr bereits stolze 92,4 Millionen Flaschen Sekt. In Deutschland hat Rotkäppchen somit die Marktführerschaft inne. Allgemein gesehen kann man jedoch sagen: Die Weinerzeugnisse Saale-Unstruts sind Raritäten! Also zugreifen wann immer es geht.

 

Susanne Winterling

 

Deutsche Weinprinzessin