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Montag, 25. September 2017

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Blauer Portugieser

 

Der Blaue Portugieser ist eine alte, rote Rebsorte, die aus dem Donaugebiet, und zwar aus Österreich oder Ungarn stammen soll. Die Herkunft des Sortennamens ist nach wie vor umstritten. Wahrscheinlich ist der „Portugieser“ von Portugal oder Spanien nach Österreich (Bad Vöslau) gekommen und von dort in seine heutigen Verbreitungsgebiete. Als Synonyme werden daher auch Bezeichnungen wie Vöslauer, Badener (Österreich) oder Oportò (Ungarn) verwendet. In Deutschland wurde die Rotweinrebe erstmals um das Jahr 1800 in der Gegend um Bad Dürkheim angebaut.

Die Rebe eignet sich für alle Böden und Lagen. Das Blatt ist groß, glänzend grün und drei bis fünflappig mit grob gezähntem Blattrand. Das Holz hat eine gelbe bis leicht rotbraune Tönung mit feinen Streifen und ist dunkel gepunktet. Die Traube ist mittelgroß und dichtbeerig mit runden bis ovalen, pflaumenblauen, hellgrauen Beeren. Die früh- bis mittelfrühreife Frucht eignet sich auch hervorragend als Tafeltraube.

Innerhalb Deutschlands (5050 Hektar) hat die Pfalz mit 2600 Hektar den größten Anteil der deutschen Portugieser-Rebfläche vorzuweisen. Mehr als ein Drittel der Portugieser-Rebfläche befindet sich in Rheinhessen. Aus der Weinsorte wird ein bekömmlicher rubinroter Wein erzeugt, der sich durch eine milde Säure und saftigen Körper im Geschmack auszeichnet. In seinem Aroma erinnert der „Blaue Portugieser“ an Johannisbeeren, Erdbeeren und manchmal sogar an grünen Pfeffer und schmeckt hervorragend zu leichten Speisen.

Die Rotweine werden überwiegend als Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete für den alltäglichen Genuss ausgebaut und sind meist hellrot in der Farbe. Ein Großteil der jährlichen Produktion kommt als „Portugieser Weißherbst“ oder „Portugieser Roséwein“ auf den Markt und teilweise auch in der Form so genannter „Sommerweine“. Der Wein gilt aus angenehm, frisch und vollmundig und spielt in der Pfalz als Schoppenwein eine ähnliche Rolle wie der Trollinger in Württemberg.

 

Julia Becker

 

Pfälzische Weinkönigin