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Montag, 25. September 2017

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Ortega

 

Die Ortega-Rebe ist eine Neuzüchtung, gekreuzt aus den Rebsorten Müller-Thurgau und Siegerrebe. Es handelt sich um eine weiße Rebsorte, die 1948 vom Rebenzüchter Dr. Hans Breider in Alzey gekreuzt und für die bayerische Landesanstalt für Wein-, Obst- und Gartenbau in Würzburg angemeldet wurde. Er benannte die Rebe nach seinem Lieblings-Philosophen, dem spanischen Dichter José Ortega y Gasset (1883-1955). Breider lernte den Weinliebhaber, der auch in Deutschland lehrte, auch in Würzburg kennen und schätzen. Seit 1971 ist diese Rebsorte geschützt.

 

Der Ortega ist durch seine bemerkenswert frühe Reife sehr vielfältig. So können die Trauben als Esstrauben und Jungwein, Federweißer oder bei später Lese auch als hochwertige Auslesen erlebt werden. Der Ortega ist eine Rebsorte mit sehr kurzer Vegetationszeit und entgeht daher auch nicht immer dem Spätfrost im Frühjahr. Ebenso steht er auch nicht gerne im „Windzug", vielmehr bevorzugt er die mittleren bis windgeschützten Lagen aufgrund seiner Verrieselungsneigung.

 

Die Triebspitzen dieser Rebe sind stark wollig und haben eine rötliche Farbe. Die Trauben sind mittelgroß, locker bis dichtbeerig und deren süß-würzige Beeren weisen eine feste, gelbe Schale auf.

 

Ortega-Weine erreichen häufig hohe Mostgewichte. Gelegentlich kann aber auch durch einen zu hohen Alkoholgehalt ein leicht brandiger Eindruck im Hals zurückbleiben. Doch meist sind sie dezent fruchtig, rund und haben eine angenehm milde Säure. Ortega-Weine sind nicht nur als Federweißer ein Genuss, sondern bringen auch als edelsüße, aromatische Auslesen das Herz eines jeden Weinliebhabers zum Schwärmen.

 

Gabi Klein

Pfälzische Weinkönigin