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Montag, 25. September 2017

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Weinschorle

 

Die Definition dieses Begriffes ist ganz einfach: eine (Pfälzer) Schorle ist eine Mischung aus Wein und Wasser und zwar aus Weißwein, meist Riesling und normalem Mineralwasser.

In der Pfalz wird die Schorle traditionell aus 0,5 Liter fassenden Dubbegläsern getrunken, notfalls auch aus graden Gläsern, die diese Menge fassen, niemals aber aus kleineren. Weshalb man sie am besten auch nur in der Pfalz trinkt, denn anderenorts gibt es ja keine richtigen Schoppengläser. Als Nicht-Pfälzer fliegt man sofort auf, wenn man „eine kleine Schorle“ bestellt. Zum einen, weil die Schorle in der Pfalz den männlichen Artikel „der“ trägt, zum andern eben durch die bestellte Menge. Sollte man aus irgendwelchen Gründen nicht so viel Wein zu sich nehmen wollen, empfiehlt es sich, die Schorle dünn zu bestellen, dann wird einfach weniger Wein und mehr Wasser in das Glas gefüllt. Wieviel Wein letztendlich in der Schorle sein sollte, ist ausschließlich Geschmackssache und man kann es von Schorle zu Schorle für sich selbst entscheiden. Klassisch ist jedoch eine Mischung mit etwa 60 bis 70 Prozent Wein, gerne auch mehr.

Schorle kann zu jeder Gelegenheit getrunken werden. Ob vormittags beim Frühschoppen, zum Essen oder, und da ist sie unersetzlich, auf einem Weinfest. Nirgends wird die Schorle so zelebriert wie in der Pfalz. Nicht-Schorle-Regionen neiden uns unser Allroundtalent gerne und behaupten, wir würden schlechten Wein mit Wasser trinkbar machen. Das ist jedoch totaler Quatsch. Ein guter Schorlewein muss leicht, spritzig, trocken und vor allem fehlerfrei sein, denn die Kohlensäure im Wasser hebt eventuelle Fehler im Wein hervor, die ohne das Wasser sonst vielleicht verborgen geblieben wären.

 

Patricia Frank

 

Pfälzische Weinkönigin