Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Zum Einzelverkauf der Ausgabe als PDF
Samstag, 21. Oktober 2017

20°C

Pfalz

 

Bis 1995 trug dieses Weinanbaugebiet noch den Namen Rheinpfalz, bis man es dann, ganz kurz und knackig, in Pfalz umbenannte. Nach Rheinhessen ist es mit etwa 23360 Hektar das zweitgrößte Weinanbaugebiet Deutschlands. Über eine Strecke von schätzungsweise 70 Kilometern zieht es sich an den Hängen des Pfälzer Waldes bis zur Rheinebene, von Monsheim im Norden bis zur Französischen Grenze im Süden, entlang. Im Durchschnitt kommen 2,4 Millionen Hektoliter Wein jährlich aus der Pfalz!

Die Pfalz ist nach Baden das sonnenreichste Anbaugebiet Deutschlands. Jährlich streicheln rund 1800 Sonnenstunden die Reben. Hier findet man eine Vielzahl der unterschiedlichsten Bodenformationen. Diese reichen von Bundsandstein über Lehm, Mergel, Keuper, Muschelkalk, Porphyr und Granit bis zu Schiefer! Und trotz seiner Ausdehnung ist dieses Gebiet nur in zwei Bereiche eingeteilt. Nämlich in die Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße und in die Südliche Weinstraße.

Der Rebsortenspiegel wird in erster Linie von Weißenwein-Rebsorten beherrscht: An der Spitze steht der Riesling (4800 Hektar), gefolgt von Müller-Thurgau (3200 Hektar). Auf dem dritten Platz hat sich seit dem Ende der 1990er Jahre mit 2700 Hektar die Rotwein-Rebsorte Dornfelder geschoben. Dahinter kommt der Kerner, Spätburgunder und Weißburgunder.

Ein Pfälzer Riesling ist etwas Besonderes und das Steckenpferd des Weinbaugebietes, wo die Winzer es verstehen ihre Stärken zu nutzen! Auch exzellente Rotweine werden aus Spätburgunder erzeugt. In den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts werden zunehmend interessante Resultate mit Grauburgunder, Chardonnay, Cabernet Sauvignon oder Sankt Laurent erzielt. Ein Gebiet zum Verwöhnen lassen! Zum Wohl. Die Pfalz.

 

Susanne Winterling

 

Pfälzische Weinkönigin