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Montag, 25. September 2017

21°C

Kalkstein

 

Kalkstein ist ein grobkörniges bis dichtes Sedimentgestein. Es besteht hauptsächlich aus Calciumcarbonat (CaCO3), den Mineralien Calcit (Kalkspat), Aragonit und häufig auch aus dem magnesiumhaltigen Dolomit (dolomitischer Kalkstein). Kalkstein ist meist mariner Herkunft.

Vor rund 25 Millionen Jahren lag in der Pfalz noch ein maritimer Salzgeruch in der Luft. Als der Rheingraben noch von dem vorgedrungenen Meer gefüllt war. Die Lebewesen darin spielten eine entscheidende Rolle bei der Kalksteinentstehung. Denn das CaCO3-Gerüst abgestorbener Schnecken und Muscheln blieb erhalten und entwickelte sich durch Verfestigungsprozesse zu Kalkstein.

Algen, die sich an den Kanten des Rheingrabenbruchs ablagerten, vermehrten sich in dem warmen Wasser, starben ab und bildeten Riffe. Da diese Riffe von Algen gebildet wurden, sind sie nicht bunt, wie das weltberühmte australische Great Barrier Reef, sondern weiß.

Kalkstein ist ein sehr vielseitiges Gestein und wird sowohl als Hauptrohstoff der Zementproduktion verwendet als auch für Grabsteine, Wand- und Kaminverkleidungen und Steinmetzarbeiten. Sogar die Pyramiden von Gizeh sind aus Kalkstein gebaut.

Auch auf den Weinbau hat der Kalkstein positiven Einfluss. Durch seine warmen Böden verleiht er den Aromen eine sehr weiche Note. Weine aus Kalksteinlagen haben dadurch tolle üppige Geschmacksnuancen wie Mango, Karamell, Honigmelone und Pfirsich. Bekannte Lagen sind beispielsweise der „Schweigener Sonnenberg“, die „Heiligenkirche“ in Bockenheim und auch der „Königsbacher Idig“. Rebsorten wie der Riesling und der Spätburgunder zaubern auf diesem Boden konzentrierte, nachhaltige Weine hervor, die jeden verzaubern.

 

Gabi Klein

 

Pfälzische Weinkönigin