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Montag, 25. September 2017

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Frühschoppen

 

Mit dem Blühen der Mandelbäume beginnen in der Pfalz die schönen Weinfeste und damit verbunden gehen alle Gemeindemitglieder nach der Kirche zum „Frühschoppen“.

Laut den Schriftstellern Plinius und Seneca kannten schon die Weinfreunde der römischen Kaiserzeit diese Sitte. Normalerweise wurde gegen 10 Uhr eine Pause vom Arbeiten gemacht und ein zweites Frühstück mit einem belegten Brötchen und einen Halbliterglas Wein eingelegt. Diese Pause ist auch heute noch in den meisten Unternehmen zu finden, jedoch leider ohne den Namen gebenden „Schoppen“.

Doch nur weil man keinen Alkohol während der Arbeitszeit trinken darf, heißt das nicht, dass der Frühschoppen ausstirbt. Auf den großen Weinfesten und Kerwen treffen sich morgens alle Ortsansässigen und Durstigen aus der Umgebung und stoßen gemeinsam auf ein schönes Fest an. Hierzu bekommt man meist noch ein „Worschteweck“ gebracht und fertig ist das Frühschoppen-Frühstück.

Es gibt noch eine leicht abgewandelte Form dieses traditionellen Genusses, der Sonntags-Frühschoppen. Dieser findet sonntags nach der Kirche im Wirtshaus statt und ist als Überleitung zum Mittagessen zu sehen.

Doch egal, auf welchem Frühschoppen Sie sind – diskutiert wird immer gern und viel. Denn nach einem guten Schoppen Pfälzer Wein kann ein Pfälzer erst die Seele baumeln lassen und „verzehlt dann iwwer Gott un die Welt“. Da kann es auch passieren, dass man zum Frühschoppen hingeht und erst nach seinem Dämmerschoppen den Weg nach Hause findet...

 

Karen Storck

 

Pfälzische Weinkönigin