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Montag, 25. September 2017

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Muskateller

 

Mit einer der ältesten Kulturrebe der Menschheit haben wir es hier zu tun. Schon im 12. Jahrhundert soll sich Kaiser Barbarossa gerne ein Gläschen davon gegönnt haben, es wird sogar behauptet, dass der Muskateller unter dem Namen Uva Apiana schon um 60 nach Christus erwähnt wurde.

Am häufigsten begegnet man dem Muskateller unbewusst als Verschnittwein, um beispielsweise einem Riesling oder Silvaner ein wenig mehr Lebendigkeit und Spiel zu verleihen. Doch auch einzeln ausgebaut ist er zu finden. Ob eher typisch lieblich oder als trockene Spezialität, die Weine des Muskatellers sind durch sein ausgeprägtes, aber feines und edles Muskatbukett nahezu unverwechselbar.

Der Muskateller ist zwar nicht die einzige Rebsorte mit diesem Muskataroma, aber zumindest die älteste. Zahlreiche „Nachahmer“, also Sorten, die um ihr Muskatbukett zu betonen ebenfalls das Wort Muskat im Namen tragen, gibt es. Man stolpert häufig über Morio Muskat, Muskat Ottonel oder in Württemberg auch über den Muskat-Trollinger. Diese Sorten haben alle das typische Bukett vorzuweisen, mit dem Muskateller verwandt sind sie allerdings nicht.

Die ampelographische Bezeichnung heißt übrigens Gelber Muskateller, denn es gibt auch noch einen Roten. Dieser ist ein Mutant des Gelben Muskatellers, dessen Eigenschaften bis auf die Beerenfarbe absolut identisch sind. Er hat sich im Anbau überhaupt nicht durchgesetzt, was dazu geführt hat, dass man eben nur vom Muskateller spricht, ohne auf Farben einzugehen.

 

Patricia Frank

 

Pfälzische Weinkönigin