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Mittwoch, 20. September 2017

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Agraffe

 

Der Begriff benennt eine Verschlusskappe aus Draht oder Metallstreifen, die den Korken auf der Sektflasche festhält. Die Agraffe wird mit Spezialmaschinen angefertigt und aufgesetzt.

 

Um das Einschnüren oder Durchscheuern des Korkens durch den Draht zu verhindern, werden auf den oberen Teil des Korkens kleine runde Blechstücke (auch Capsule, Champagner-Deckel genannt) gelegt. Sie tragen oft das Firmenzeichen des Herstellers.

 

Aufgrund des hohen Innendrucks (rund 5 bar) in den Sektflaschen müssen Sektkorken anders konzipiert sein als Korken für Wein. Um die Gasdichtigkeit zu garantieren und um zu verhindern, dass der Korken nach Lösen der Agraffe sofort aus der Flasche katapultiert wird, haben Sektkorken einen wesentlich stärkeren Durchmesser als Weinkorken. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die konische Form.

 

Für die Agraffe (französisch agrafe: Haken) gibt es noch mehrere andere Bezeichnungen: Sie wird auch Vierdrahtverschluss, Drahtkörbchen oder Muselet genannt. Bei Perlwein beziehungsweise Secco wird übrigens gerne auf die Agraffe verzichtet, da sie bei diesen Produkten eine Schaunweinsteuerpflicht auslöst. Für den Verbraucher bedeutet das die preiswertere Alternative.

 

Katja Schweder, Pfälzische Weinkönigin 2005/2006