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Donnerstag, 21. September 2017

16°C

Haltbarkeit des Weins

 

Grundsätzlich kann man sagen, dass Weine nicht schlecht werden können, höchstens ungenießbar. Es ist sehr schwierig, die optimale Trinkreife und Haltbarkeit eines Weines festzulegen. Er ist eine lebende Materie mit bemerkenswerter Lebensdauer, die von der Temperatur und Lagerung abhängt. Die Weinflaschen mögen es dunkel und konstant kühl. Die Haltbarkeit eines Weines ist des Weiteren abhängig von Säure- und Zuckergehalt, dem Alkohol, der Korkenqualität und dem Jahrgang.

Es heißt: „Je mehr Säure ein Wein enthält, desto länger ist er haltbar.“ Aber auch ein hoher Zuckergehalt wie etwa bei Auslesen & Eisweinen verhindert ein schnelles Altern, so dass der Wein noch nach Jahrzehnten getrunken werden kann. Das kann richtig spannend und interessant sein.

Eine Lebenserwartungs-Tabelle von guten Tropfen besagt: Weißweine für den Alltag wie QbAs (Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete) etwa drei Jahre, Kabinett und Spätlese bis etwa 5 Jahre oder länger. Ein Rosé sollte man am besten jung trinken. Für leichte Rotweine gilt etwa eine Lagerzeit von drei Jahren, aber kräftige und tanninreiche Rotweine können oft länger als zehn Jahre gelagert werden. Sollte eine Weinflasche einen sinkenden Flüssigkeitspegel aufweisen, findet ein gasiger Austausch statt und der Wein baut ab. Daher schnell öffnen und geniessen oder zur Bratensoße ergänzen!

Für die heutige Zeit gilt der Trend, dass die allermeisten Weine so bereitet werden, dass sie bald trinkreif sind. Jugendlich frische und fruchtige Weine sind gefragt und schließlich haben die Haushalte auch immer weniger Platz, die Weine zu lagern. Somit gilt: Den Weinvorrat überprüfen, denn der nächste Jahrgang kommt bald.

 

Katja Schweder, Pfälzische Weinkönigin 2005/2006