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Montag, 25. September 2017

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Auxerrois

 

Der Namensgeber dieser Rebsorte ist eine ehemalige Grafschaft in Frankreich, die zwischen Nordburgund und der Champagne lag und Auxerrois hieß. Ob er dort auch herkommt, ist allerdings nicht bekannt.

Die Herkunft des Auxerrois ist also nicht geklärt, man weiß aber schon lange, dass es sich um einen nahen Verwandten der Burgunder handelt. Neue DNA-Analysen bestätigen, das er eine Kreuzung aus einer Burgundersorte mit dem Gouais Blanc ist, woher auch die Ähnlichkeit des Auxerrois mit den Burgundern kommt. Genau diese Ähnlichkeit erwies sich aber nicht immer als förderlich für die Eigenständigkeit der Sorte Auxerrois. Meist wurde sie als Spielart des Weißen Burgunders angesehen, im Elsass wird er noch heute unter dem „Synonym“ Pinot Blanc vermarktet.

In den letzten Jahren sind Weine aus den Burgundersorten sehr beliebt, auch zunehmend die aus Deutschland. Davon konnte auch der Auxerrois profitieren. Die von ihm eingenommene Rebfläche stieg in den letzten acht Jahren von 95 auf 177 Hektar.

Auxerrois-Weine verfügen über einen kräftigen Körper, meist reichen sie aber nicht an die Fruchtigkeit und Eleganz der Burgunder heran. Das liegt zum Teil auch daran, dass der Auxerrois ziemlich wenig Säure aufweist, nämlich meist unter sieben Milligramm pro Liter. Am Besten eignen sie sich zum trockenen Ausbau, so wird die zarte Säure nicht von dem Restzucker überlagert. Wenn Sie also mit der Säure im Wein oft Probleme haben, sollten Sie einmal den Auxerrois ausprobieren, diese Sorte schafft es nämlich auch, mit wenig Säure durchaus elegante und filigrane Weine hervorzubringen.

 

Patricia Frank

 

Pfälzische Weinkönigin