Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Zum Einzelverkauf der Ausgabe als PDF
Mittwoch, 18. Oktober 2017

20°C

Mosel

 

Kurz und prägnant, knackig wie die Weine dieser Herkunft selbst, nennt sich das Anbaugebiet seit August 2007: Mosel!

Bis zu diesem Zeitpunkt kannte man eine der ältesten und bekanntesten Weinregionen Deutschlands noch unter dem Namen Mosel-Saar-Ruwer. Etwa 9.300 Hektar Rebfläche umgeben die Ufer dieser Flüsse, welche von Koblenz an der Mündung der Mosel in den Rhein im Nordosten bis nach Trier, beziehungsweise zur luxemburgischen Grenze reichen.

Das Klima ist geprägt von der nördlichen Lage des Gebiets einerseits und vielen Steilhängen andererseits, welche für optimale Sonneneinstrahlung in den Weinbergen sorgen. Extreme Hangneigungen, wie zum Beispiel der steilste Weinberg der Welt, der Bremmer Calmont, welcher an seiner abschüssigsten Stelle über 60 Grad Gefälle misst, weisen den Moselwinzer in die Schranken der Natur.

Unter erschwerten Bedingungen wird Rebstock für Rebstock, meist in Handarbeit, gehegt und gepflegt. Auf Muschelkalk und Keuper, Devon-Schiefer und Tonschiefer gedeihen die Pflanzen oftmals noch als Direktträger am Einzelpfahl. Und trotz erheblicher Investitionen in Flurbereinigung und Infrastruktur, beträgt der Arbeitsaufwand hier das Fünf- oder gar Zehnfache von dem in Flachlagen.

Mit 58 Prozent der Rebfläche nimmt Riesling den Löwenanteil an der Mosel ein, was sie damit zum größten zusammenhängenden Rieslinganbaugebiet der Welt macht. Rassige, zugleich leichte, von lebhaftem Säurespiel unterstützte Weine lassen den Weingenießer ins Paradies entschwinden. Ihr Moselwinzer, euer Mühen ist mehr als lohnenswert!

 

Susanne Winterling

 

Deutsche Weinprinzessin