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Samstag, 21. Oktober 2017

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Tranvasierverfahren

 

Bei der Sektherstellung gibt es verschiedene Methoden, den Grundwein nach Zugabe des Zucker-Hefe-Gemisches und der zweiten Gärung von der Resthefe zu befreien.

Bei der traditionellen Flaschengärung werden die Schaumweine nach der Lagerung auf dem Hefesatz (entscheidend für die Geschmackssubstanz) durch Rütteln und Degorgieren vom Hefedepot befreit. Da diese Methode sehr zeitaufwändig ist und nicht zur eigentlichen Qualität des Schaumweines beiträgt, hat man sich das Transvasierverfahren zu Nutze gemacht.

Das im englischen als transfer method und in Frankreich als méthode tranfert bezeichnete Verfahren verzichtet auf die aufwändigen Arbeitsschritte nach der Lagerung auf der Hefe. Nach der Lagerzeit wird der Inhalt der Flaschen gekühlt und in einen Drucktank umgefüllt. Anschließend wird mit Hilfe der Filtration oder Klärung der Hefesatz entfernt und die Dosage (Gemisch aus Wein und Zuckersirup) zugesetzt. Das Endprodukt wird nun wieder unter Druck in Flaschen gefüllt und verkorkt.

Diese Art der Flaschengärung verbreitete sich seit den 50er Jahren immer mehr, weil die Kapazitäten der traditionellen Flaschengärung nicht mehr ausreichend vorhanden waren, um den steigenden Bedarf an Sekt zu befriedigen.

Bei Ihrem nächsten Besuch beim Winzer können Sie sich ja einmal erkundigen, ob der Sekt auf traditionellem Weg oder mit der Transvasier-Methode hergestellt worden ist…

 

Karen Storck

 

Pfälzische Weinkönigin