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Donnerstag, 21. September 2017

20°C

Kryoweine

 

Der Begriff „Kryo“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie „Eis“. Technisch gesehen erklärt kryogen den Begriff für Stoffe, Prozesse und Eigenschaften, die im Zusammenhang mit extrem niedrigen Temperaturen stehen.

Als Kryowein bezeichnet man einen Eiswein, der künstlich hergestellt wird. Die Herstellung dieser künstlichen Eisweine erfolgt durch das Gefrieren der geernteten Trauben in Kühlhäusern. Die gefrorenen Trauben werden im Anschluss gepresst.

Vor allem in Übersee ist dieses Verfahren eine oft angewandte Methode, um süße Weine zu erzeugen. Da die Trauben dabei allerdings nicht in den natürlichen Frost geraten, fehlt ihnen meist jedoch das typische Aroma. Bei deutschen Eisweinen spielt nämlich mitunter die Edelfäule eine wichtige Rolle in der Aroma- und Geschmacksgebung. Diese verleiht unseren deutschen Eisweinen eine besondere Note, welche die künstlichen Eisweine aus der Tiefkühlkammer vermissen lassen. In Deutschland ist diese künstliche Herstellung von Kryoweinen verboten.

Die Produktion von Eisweinen ist daher äußerst aufwändig, risikoreich und vor allem aber nicht planbar. Eiswein gilt als Spezialität, die nur in kleinen Mengen und auch nicht jedes Jahr erzeugt werden kann. Bis Januar, in seltenen Fällen auch bis Februar kann das Spiel „Winzer gegen Natur“ dauern. Doch der Mut zum Risiko lohnt sich, der Wein, der aus der Kälte kommt, ist ein edles Tröpfchen.

Während die Kryoweine eine aromaarme Massenproduktion darstellen, gilt bei deutschen Eisweinen das Prinzip „Qualität vor Quantität“. Besonders Pfälzer Winzer sind erfolgreich mit hochwertigen Eisweinen, die sich auch auf internationalen Wettbewerben stark präsentieren und auf der ganzen Welt gern getrunken werden.

 

Gabi Klein

 

Pfälzische Weinköniging