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Donnerstag, 21. September 2017

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Elbling

 

Der Elbling gehört zu den Weißweinen und ist eine ehemals weit verbreitete, reich tragende Rebsorte. Aufgrund der sprachlichen Ähnlichkeit mit Vitis alba in der Antike vermutet man, dass er römischen Ursprungs ist. Das ist allerdings nicht nachweisbar.

Man geht aber davon aus, dass die Römer damals verantwortlich dafür waren, dass der Elbling vor allem an der Mosel angebaut wurde. Der Elbling war auch bis ins Mittelalter hinein als die häufigste deutsche Rebsorte bekannt.

Während andere Sorten damals den teureren Wein lieferten, versuchten Winzer im 17. und 18. Jahrhundert den Zehnten, also die Steuer an den Landesherren, mit der ertragreichen Sorte Elbling zu begleichen, um die besseren Sorten im Keller ausbauen zu können. Dies hatte zahlreiche Anbauverbote zur Folge.

Somit wurde das „Allerweltskind“ zur Besonderheit. Doch zum Rückgang der Rebsorte trugen mit Sicherheit auch starke Konkurrenten der Weinszene bei, der Silvaner und der Riesling. Denn früher wurde der Elbling im „Gemischten Satz“ angebaut, mit fünf bis zehn Rebsorten im Weinberg, welche gleichzeitig geerntet wurden und eine ertragssichere Weinbasis bildeten. Mit dem Übergang in den „Reinen Satz“, also nur noch einer Rebsorte im Weinberg, schrumpfte die Verbreitung des Elblings.

Nach und nach hat sich der Anbau aber stabilisiert, da der Elbling noch gerne als Basis von Sekt verwendet wird. Heutzutage findet man ihn nur noch auf etwa 580 Hektar. Das Hauptanbaugebiet ist vor allem die Mosel. Geringe Flächen findet man noch in Baden, Sachsen und in Luxemburg.

Die Weine des Elblings sind sehr leicht, fruchtig und neutral. Der rote Elbling ist eine rottraubige Form des weißen Elblings mit vergleichbaren Eigenschaften.

 

Gabi Klein

 

Pfälzische Weinkönigin