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TV & Kino

Ganz eigener Kosmos: Der dunkle Turm

Auf Leben und Tod: Revolvermann Roland (Idris Elba, links) und der „Mann in Schwarz“ genannte Zauberer Walter (Matthew McConaughey) kennen kein Pardon.

Auf Leben und Tod: Revolvermann Roland (Idris Elba, links) und der „Mann in Schwarz“ genannte Zauberer Walter (Matthew McConaughey) kennen kein Pardon. ( | Foto: Sony Pictures/freiDOPPELTERZEILENUMBRUCH)

Der Letzte seiner Zunft: Revolverheld Roland Deschain (Idris Elba) auf der Jagd nach dem bösen Zauberer.

Der Letzte seiner Zunft: Revolverheld Roland Deschain (Idris Elba) auf der Jagd nach dem bösen Zauberer. ( | Foto: Sony Pictures/freiDOPPELTERZEILENUMBRUCH)

Es bedeutet schon eine enorme Portion Mut, sich an die Verfilmung von Stephen Kings Mammutwerk „Der dunkle Turm“ zu wagen...

Einige Versuche sind dann auch im Sande verlaufen. Immerhin umfasst das vielschichtige Epos acht Bände mit rund 4000 Seiten, und daraus einen anschaulichen Film zu machen, erfordert einige dramaturgische Kunststückchen. Dem dänischen Regisseur Nikolaj Arcel ist das cineastische Experiment gelungen, wie ihm Kritiker bescheinigen. Dies war nur möglich, weil er einige verwirrende erzählerische Nebenstränge gekürzt oder ganz weggelassen und die Geschichte auf das Duell zwischen Gut und Böse komprimiert hat. Das könnte zwar bei King-Lesefans zu Naserümpfen führen, dem Kinofreund dürfte es jedoch entgegenkommen.

 

Da ist zunächst der 15-jährige Jake Chambers (Tom Taylor) in New York, der von seltsamen Visionen heimgesucht wird. Dabei träumt er von einer anderen Welt und einem schwarzen Turm, der das ganze Universum zusammenhält. Durch eine Art Wurmloch gelangt er in diese andere Weltdimension namens Mittwelt und trifft dort auf den Revolvermann Roland Deschain (Idris Elba), den letzten seiner Zunft. Er ist auf der Suche nach dem schwarzen Turm, um ihn vor der Zerstörung zu bewahren. Denn wenn der stürzt, stürzen auch alle Universen zusammen. Außerdem will er Rache für den gewaltsamen Tod seiner Familie nehmen. Zusammen mit dem kleinen Jake macht er sich auf den Weg durch verschiedene Welten, in denen sie den „Mann in Schwarz“ (Matthew McConaughey) jagen, einen bösen Zauberer, der mit seinen Kräften alles töten kann, was sich ihm in den Weg stellt. Als intergalaktischer Magier, eine Art monströser David Copperfield, verkörpert er das Böse schlechthin und hat daher auch schon den entscheidenden Turm im Visier.

 

Aus der Vorlage des Gruselspezialisten Stephen King („Shining“) hat Nikolaj Acer eine spannende Mischung aus Fantasy, Horror und Western à la „High Noon“ destilliert, die den Zuschauer mit düsteren Bildern in eine andere Dimension versetzt. Der 69-jährige Autor selbst soll die Dreharbeiten begleitet und abgesegnet haben. | Bernhard May


Info:

»Der dunkle Turm«: mit Idris Elba, Matthew McConaughey, Tom Taylor, Abbey Lee, Regie: Nicolaj Arcel; USA 2017, 94 Minuten, ab 12 Jahren, Kinostart: 10. Aug

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