Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Zum Einzelverkauf der Ausgabe als PDF
Freitag, 08. September 2017

22°C

Donnerstag, 07. September 2017 Drucken

TV & Kino

»Barry Seal- Only in America« mit Tom Cruise: »Mission impossible«

Der Überflieger: Barry Seal (Tom Cruise) schmuggelt Ende der 1970er-, Anfang der 1980er-Jahre mit seinem Propellerflugzeug aus Kolumbien Kokain in die USA und macht unterwegs Schnappschüsse für die CIA.

Der Überflieger: Barry Seal (Tom Cruise) schmuggelt Ende der 1970er-, Anfang der 1980er-Jahre mit seinem Propellerflugzeug aus Kolumbien Kokain in die USA und macht unterwegs Schnappschüsse für die CIA. ( | Foto: Universal Pics./freiDOPPELTERZEILENUMBRUCH)

Zuschauer: Barrys Flugkünste erregen die Aufmerksamkeit der kolumbianischen Drogenbarone.

Zuschauer: Barrys Flugkünste erregen die Aufmerksamkeit der kolumbianischen Drogenbarone. ( | Foto: Universal Pics./freiDOPPELTERZEILENUMBRUCH)

Die zugrundeliegende, wahre Geschichte ist gar nicht so lustig wie der Film, und sie ging für den Helden Barry Seal sogar tödlich aus: Er wurde vor 31 Jahren im Süden der USA auf offener Straße erschossen. Regisseur Doug Liman hat aus der eigentlich spannenden Story jedoch eine witzig-unterhaltsame Komödie gemacht, die mit Tom Cruise als Hauptdarsteller glänzend besetzt ist.

Barry Seal (Cruise) verdingte sich nach seiner Entlassung als Pilot einer großen Fluggesellschaft bei der CIA und flog in ihrem Auftrag mit einem kleinen Sportflugzeug über die Dschungel Südamerikas, um dort von oben kommunistische Umtriebe zu fotografieren. Seine fliegerischen Fähigkeiten sprachen sich sogar bis in die Zentrale des Drogenkartells um Pablo Escobar in Kolumbien herum. Das Kartell heuerte ihn daher kurzerhand an, damit er auf seinem Rückflug in die USA noch jeweils ein paar Kilo Rauschgift mitnimmt. Der Drogen-Auftrag ist äußerst lukrativ für Seal, der bald regelrecht in Drogengeld schwimmt und gar nicht mehr weiß, wohin mit den vielen Millionen. Er verbuddelt sie in großen Reisetaschen im Garten seines Hauses in Arkansas oder quetscht das Geld einfach in irgendeinen Schrank. Nebenbei transportiert er im staatlichen Auftrag unter Ronald Reagan auch noch Waffen für rechte Ultras nach Nicaragua. Eingespannt als CIA-Agent, als Waffenschmuggler für die sogenannten Contras in Mittelamerika und hochbezahlter Kurier für den kolumbianischen Drogenbaron Escobar gerät er zwischen alle Fronten und haucht sein Leben schließlich auf einer Straße im Süden der USA aus, getroffen von Kugeln des Kartells, gegen das er eigentlich vor Gericht hätte aussagen sollen.

Cruise verleiht der Figur mit eleganter Leichtigkeit den vom Drehbuch geforderten mehrschichtigen Charakter des gerissenen Glücksritters, etwas verschmitzten Abenteurers und gewieften Durchwurstlers, der seinen Erfolg manchmal selbst nicht begreifen kann und am Ende dafür teuer bezahlt. | Bernhard May


Info

»Barry Seal – Only in America«: mit Tom Cruise, Domhnall Gleeson, Sarah Wright, Regie: Doug Liman; USA 2017, 115 Minuten, ab 12 Jahren, Kinostart: 7. September

 

 

Pfalz-Ticker