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Kinder & Jugend

Geistesblitze zum Entdecken: Mitmach-Ausstellung »Total Genial!« in Mannheim

Anfassen, mitmachen, lernen: Wie funktioniert röntgen, wie ...

Anfassen, mitmachen, lernen: Wie funktioniert röntgen, wie ...

... telefonieren und wie ein ...

... telefonieren und wie ein ...

... Schlüssel im Schloss?

... Schlüssel im Schloss? (Foto: cro)

Schuhe aus – das gilt auch für Erwachsene! Und auf Socken oder in Leih-Plastik-Clogs hinein ins Entdecker-Vergnügen!

Marie und Hanna sind „Total genial!“-Mehrfachtäterinnen und entschwinden sofort in den hinteren Teil der Ausstellung an die Krankenhaus-Station. „Dort gibt es später manchmal Warteschlangen“, wissen die beiden Neunjährigen. Arztkittel und Bleiweste überziehen, los gehen die Untersuchungen an der fast lebensgroßen Puppe. Erst messen sie den Blutdruck, dann fahren sie mit dem Röntgengerät über den Unterkörper. Auf dem Monitor erscheint das Röntgenbild, während eine Ärztin über Kopfhörer die lebenswichtige Entdeckung von Wilhelm Conrad Röntgen erklärt.

 

Zurück an die erste Station: Auch die Fahrt auf einem (verkleinerten) Modell des Benz-Patent-Motorwagens Nummer 1 gehört zu den Highlights der zwei „Tüftel-Genies“. Bertha Benz erzählt auf dem Bildschirm fröhlich die Geschichte dieses Ur-Autos, das ihr Mann Carl Benz entwickelt hat, während sie von Mannheim zur Oma nach Pforzheim holpert. Allerdings müssen die Fahrerinnen dabei selbst Hand anlegen. Muss doch der Motor mit dem großen Schwungrad immer wieder neu gestartet, das Zündkabel mit einem Tuch umwickelt oder die Benzinleitung mit der Hutnadel gereinigt werden.

 

Eine bedeutende Erfindung jagt in neun Themenbereichen die andere – die meisten können aktiv, interaktiv und ganz kindgerecht erforscht und beobachtet werden. Wann gab es das erste Rad? Wer hat das erste Fernrohr gebaut und wie hat es funktioniert? Gab es Jeans schon immer? Wer erfand das Papier, wer druckte das erste Buch? Warum fürchteten sich die Menschen vor der ersten Dampflokomotive? Wie telefonierte man früher? Sah der erste Computer so aus wie heute? Wie kam jemand auf Frisbee, Post-it, Kerzen, Moonboots und Steigbügel? Erklärt wird aber auch, wer warum auf die Idee kam, „Nutella“, „Ahoi-Brause“, Spaghetti-Eis oder Kartoffelchips zu erfinden.

 

Immer wieder testen Marie und Hanna ihr erworbenes Wissen spielerisch an einer der PC-Stationen, an denen sie sich über einen Strichcode am Armband einloggen können. Zur Belohnung wartet am Schluss die Patent-Urkunde – natürlich mit einem selbstgemachten Foto aus dem Automaten. Auch nach über drei Stunden spannender Tüftelei ist für Marie und Hanna klar: Das war ganz sicher nicht der letzte Entdeckungslauf durch all diese bahnbrechenden Geistesblitze und Erfindungen ...


Info

»Total genial! Coole Erfindungen vom Faustkeil bis zur Jeans«: noch bis 1.10., Di-So 11-18 Uhr, Mannheim, Reiss-Engelhorn-Museen; Infos: www.rem-mannheim.de; die Ausstellung gliedert sich in zwei Bereiche: »Tüftel-Mäuse« für Besucher ab drei, »Die Tüftel-Genies« für Kinder, Jugendliche (und Erwachsene) ab acht Jahren. |cro

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