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Höhepunkte

Klassische Hoffnungsträger: Viviane Hagner in Wachenheim

Violinvirtuosin, Mannheimer Geigenprofessorin und Initiatorin der „Krzyzowa Music for Europe“: Viviane Hagner.

Violinvirtuosin, Mannheimer Geigenprofessorin und Initiatorin der „Krzyzowa Music for Europe“: Viviane Hagner. (Foto: Timm Koelln/Frei)

Bereits zum dritten Mal treffen in Krzyzowa junge Musiker auf Urgesteine der Klassikszene. Mit dabei ist auch die renommierte Geigerin Viviane Hagner.

„Inspiriert von den vielen Sommern, die ich beim Marlboro-Musikfestival in Vermont verbrachte“, gründete die renommierte Geigerin Viviane Hagner 2015 im polnischen Krzyzowa einen eigenen Sommerkurs für klassische Kammermusik. Der Ort der Musikwerkstatt ist bewusst gewählt: Krzyzowa in Niederschlesien, der deutsche Name ist Kreisau, war in der Zeit des Nationalsozialismus Treffpunkt einer bürgerlichen Widerstandsgruppe, des „Kreisauer Kreises“, der unter Führung von Helmuth James Graf von Moltke und Peter Graf Yorck von Wartenburg eine gesellschaftliche Neuordnung für die Zeit nach dem erhofften Kollaps der NS-Diktatur plante. Vor diesem historischen Hintergrund soll Hagners „Krzyzowa Music for Europe“ Talente aus verschiedenen Ländern zusammenbringen, dem kreativen Austausch dienen und die europäische Idee stärken.

 

 

Zum dritten Mal treffen nun „junge Hoffnungsträger der klassischen Musikszene Europas“ in Krzyzowa auf „Seniors“ wie Hagner selbst, Midori, den Klarinettisten Charles Neidich und Mitglieder des Schumann-Quartetts. An die Workshop-Phase in Polen (12.-27. August) schließt sich eine kleine Tournee an. Zwischen dem Rheingau-Musikfestival und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern machen Viviane Hagner, das Schumann-Quartett, der junge Pianist Matan Porat sowie drei Musiker aus dem Workshop auch in Wachenheim Station. Und das mit drei besonders schönen Kammermusikwerken: Auf Maurice Ravels 1927 vollendete Violinsonate G-Dur, die im langsamen Satz kunstvoll mit Blues-Zitaten spielt, folgt César Francks gewaltig spätromantisches, in expressiver Chromatik wühlendes Klavierquintett in f-Moll aus dem Jahre 1879. Die doppelte Streichquartettbesetzung braucht man schließlich für Felix Mendelssohns Oktett (1825), das mit einer emphatischen Melodie eröffnet, dann eine elegische Kantilene anstimmt (Andante) und über flirrende Elfenmusik (Scherzo) ins fugierte Presto-Finale stürzt.


Info:

»Krzyzowa Music« – Do 31.8., 19.30 Uhr, Wachenheim/Weinstr., Prot. Kirche, Karten: 06322 620771 |kai

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