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Höhepunkte

Biennale in Ludwigshafen, Mannheim, Heidelberg

Zeigt Bilder aus staatlichen Archiven zur RAF: Arwed Messmer präsentiert bei der Biennale seine Arbeit „RAF. No Evidence/Kein Beweis“.

Zeigt Bilder aus staatlichen Archiven zur RAF: Arwed Messmer präsentiert bei der Biennale seine Arbeit „RAF. No Evidence/Kein Beweis“. ( | Foto: Arwed Messmer/freiDOPPELTERZEILENUMBRUCH)

„Wer bist du? Das bist du!“: Andrzej Steinbach verrät, was Porträts (nicht) über die Portraitierten wissen.

„Wer bist du? Das bist du!“: Andrzej Steinbach verrät, was Porträts (nicht) über die Portraitierten wissen. ( | Foto: Andrzej Steinbach/freiDOPPELTERZEILENUMBRUCH)

Auf einem Parcours, der einem fotografischen Handbuch nachempfunden ist, wandeln die Besucher von „1 x 1 der Kamera / How Your Camera Works“.

Mit dem Aspekt der Belichtung beschäftigt sich das Schweizer Künstlerduo F & D Cartier in seiner raumgreifenden Installation aus unbehandeltem Fotopapier.

 

Das Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen ist eine von insgesamt sieben Veranstaltungsstätten in der Metropolregion Rhein-Neckar, die während der ersten Biennale von 9. September bis 5. November aktuelle Fotografiekunst zeigen. Eine weitere Ausstellung in Ludwigshafen gibt es im Kunstverein. In Mannheim sind das Zephyr, das Port25 und die Kunsthalle (Projekt im Außenraum) beteiligt, in Heidelberg schaffen der Kunstverein und die Sammlung Prinzhorn in der Universitätsklinik einen Raum für die zeitgenössischen Arbeiten der teilnehmenden Künstler.

 

Neu ist die Idee für das kuratierte Fotoereignis nicht. Bislang firmierte es unter dem Namen Fotofestival Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg. Nach der sechsten Auflage im vergangenen Jahr hat der veranstaltende Verein das Format in Biennale umbenannt und möchte sich nun nach eigenen Angaben verstärkt auf Auftragsarbeiten und Kunst im öffentlichen Raum konzentrieren.

 

Den Zusammenhang von Fotografie, Globalität und Ökonomie thematisiert die Schau im Heidelberger Kunstverein. Aus dem Firmenarchiv der BASF hat Arne Schmitt seine künstlerische Arbeit entwickelt, die sich um die weltweite Entsendung von Arbeitskräften dreht. Nicht aus wirtschaftlicher, sondern psychologischer Sicht betrachtet der gebürtige Pole Andrzej Steinbach die Fotografie. In der Sammlung Prinzhorn in der Klinik für Allgemeine Psychiatrie Heidelberg zeigt der Wahlberliner seine Porträts auf Basis von Patientenfotografien aus Lehrbüchern der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

 

In einen politischen Kontext ordnet die Ausstellung „Beweis und Zeugenschaft“ im Zephyr in Mannheim die Fotografie ein. Arwed Messmer etwa editiert Polizeiaufnahmen von der Protestbewegung und der späteren RAF aus den Jahren 1967 bis 1977 neu – und gibt ihnen damit eine bisher verborgene Bedeutung.

 


Info

Biennale für aktuelle Fotografie: 9.9. bis 5.11., Mannheim/Ludwigshafen/Heidelberg, 7 Veranstaltungsstätten, Eröffnung: Fr 8.9., 19 Uhr, Port25, Mannheim, Weitere Infos: www.biennalefotografie.de. |crk

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