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Essen & Trinken

Bolds Restaurant »Zum grünen Kranz« in Rodalben

Auch Wild kommt auf den Tisch: hier Rehfilet im Waldpilz-Crêpe-Mantel, dazu Wirsing, Pfifferlinge und glasierter Kürbis, zwei Pfeffersaucen und Preiselbeer-Schneebällchen.

Auch Wild kommt auf den Tisch: hier Rehfilet im Waldpilz-Crêpe-Mantel, dazu Wirsing, Pfifferlinge und glasierter Kürbis, zwei Pfeffersaucen und Preiselbeer-Schneebällchen. ( | Foto: Martin SeebaldDOPPELTERZEILENUMBRUCH)

Schönes Ambiente: die Innenräume.

Schönes Ambiente: die Innenräume. ( | Foto: Martin SeebaldDOPPELTERZEILENUMBRUCH)

An der Hauswand hängt ein Schild mit freundlichem Gruß: Wanderer, Motorrad- und Radfahrer sind im „Grünen Kranz“ in Rodalben willkommen. Wie gerufen parkt gegenüber ein Biker sein knatterndes Gefährt ein. Der Mann und seine Sozia lassen sich wenig später im Garten unter einem großen Sonnenschirm nieder und bestellen erst einmal ein Bier. Am Tisch daneben werden derweil die Weinkarte und die Auswahl an Pfälzer Spezialitäten studiert. Aber da ist ja auch noch die zweite Speisekarte, in der von Rinderfilet und Zander die Rede ist ...

Andreas Bold ist ein erfahrener Küchenmeister mit Anspruch, sein Haus ist in mehreren Führern verzeichnet. Er und sein Team versprechen auf der Internetseite des Gasthauses nicht nur regionalen und traditionellen Genuss „mit einem Spritzer Moderne“ und „edlen Zutaten“, sondern auch Gerichte für „Schlemmer“. Das macht natürlich neugierig.

Die Wahl fällt deshalb zunächst auf eine Vorspeisenauswahl (9,50 Euro), auf einer Etagere serviert. Insbesondere die Kalbsmousse mundet. Erwartungsgemäß kräftiger fallen die angenehmen Aromen des Wildbratens (18,90 Euro) aus: vier Scheiben Fleisch auf einem fein gewürzten Selleriepüree, umgeben von einem den Tellerboden ausfüllenden Holundersaucen-Spiegel, dazu Pilze und hausgemachte „Schneebällchen“, also kleine helle Knödel. Alles schmeckt.

Zum Rinderfilet gibt es Kartoffelragout und Waldpilze (23,80 Euro). Im Vergleich zum Wildbraten wurde hier mit Sauce zum Fleisch sparsam gearbeitet, wobei sie sich auf dem Teller dennoch etwas unvorteilhaft mit der hellen Flüssigkeit des Kartoffelragouts mischt. Wichtiger aber: Das edle Filet, wie gewünscht medium serviert, ist ein Genuss.

Zum Dessert überzeugt das Pflaumeneis mit Marzipansauce (5 Euro), außerdem die Crème brulée (7 Euro) von der Tonkabohne. In Erinnerung bleibt auch der freundliche Service.

Wer im „Grünen Kranz“ speist, lernt einen traditionsreichen Familienbetrieb kennen. Andreas Bolds Ehefrau Christiane ist Köchin, auch die Kinder hat’s in die Gastronomie gezogen. Bold ist seit 2015 Inhaber des Restaurants, das zuvor 51 Jahre lang von seinem Vater Günter geführt wurde.

Nach dem Generationswechsel wurde renoviert und umgebaut. Das Innere des Hauses gefällt mit seinem gehobenen und modernen Ambiente. Zu „Bolds Restaurant“ (46 Plätze) kommt nun „Bolds 1880“ (38 Plätze).

Zu den Veranstaltungen zählen der Sonntagsbrunch und das „Steak & Bier Spezial“. Familie Bold vermietet außerdem Hotelzimmer. Bei Urlaubern besonders beliebt ist der unweit des Hauses verlaufende Rodalber Felsenwanderweg. | Martina Sema-Weiß


Info

Bolds Hotel Restaurant »Zum Grünen Kranz«, Rodalben, Pirmasenser Straße 2, Öffnungszeiten: Mo, Mi, Fr-So 11-14 Uhr und ab 17 Uhr, Di ab 17 Uhr, Ruhetag: Donnerstag; Reservierung: Telefon 06331 23170, Internet: www.boldskranz.de

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