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Spalierdrahtrahmen, der: Sind Sie schon einmal durch unsere Weinberge gewandert und haben sich gefragt, wieso die Reben eigentlich so schön ordentlich und gerade wachsen? Das machen sie nämlich nicht von alleine. Reben gehören zu den Lianengewächsen und haben somit den Drang, immer weiter nach oben zu wachsen. Damit sie das nicht tun, werden sie in jedem Winter zurück geschnitten. Je nachdem, wie man sie schneidet, werden sie auf eine andere Art erzogen. Bei uns in der Pfalz ist die Erziehung mit Hilfe des Spalierdrahtrahmens am stärksten verbreitet. Dieser besteht aus einer Reihe von Pfosten, die in einem Abstand von vier bis fünf Metern stehen, die der Konstruktion Stabilität geben und an denen die Drähte befestigt werden. In einer Höhe von etwa 80 Zentimetern befindet sich der erste Biegedraht. An ihm werden die Stämmchen der Rebe befestigt und die Rute angebunden. Diese wird zunächst über den zehn bis 30 Zentimeter höher liegenden zweiten Biegedraht gebogen, so dass sie einen Bogen formt. Später werden aus dieser Rute junge Triebe wachsen. Sie wachsen erst nach oben. Gäbe es nicht die beweglichen Heftdrähte, würden sie aber irgendwann der Schwerkraft nachgeben. Von ihnen gibt es immer zwei in einer Höhe. Einen rechts und einen links vom Pfahl. Je nach Höhe der Triebe werden diese Drähte eingehängt und zwar so, dass die Triebe nicht umknicken und auch nicht nach unten heraus rutschen können. Eine Laubwand wird bis zum Sommer 1,20 Meter hoch. Ein Heftdrahtpaar alleine könnte die aber nicht stabilisieren, deshalb gibt es auch noch ein zweites Paar weiter oben. So können die Triebe optimal vor Wind geschützt werden und die Laubwand sieht schön gerade, eben wie eine Wand aus. Patricia Frank Pfälzische Weinkönigin 15.01.2009 |
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