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Esca, die: Eine hinterhältige Pilzkrankheit ist es, mit der die Winzer seit einigen Jahren immer stärker zu kämpfen haben. Genauer gesagt handelt es sich nicht um einen Pilz, sondern um einen Pilzkomplex, von dem noch nicht alle Bestandteile genau bekannt sind. Esca verursachenden Pilze fühlen sich in mediterranem Klima richtig wohl. Da es aber in unseren Breiten wärmer geworden ist, taucht die Krankheit auch in Deutschland zunehmend auf. Es gibt zwei verschiedene Krankheitsverläufe. Die Chronische Form verläuft langsam. Die Blätter verfärben sich oder sterben ab. Das kann man dann schon als Warnung sehen, ist aber noch nicht allzu gefährlich. Weitaus schädigender ist die akute Form der Esca. Ganze Stockteile bis hin zum kompletten Stock werden von dem Pilz geschwächt, aber so, dass man das von außen nicht sehen kann. In dem Moment stört es auch noch niemanden. Wird der befallene Stock aber in irgendeiner Form Stress ausgesetzt, meistens ist das Wasserstress im Sommer, bricht er innerhalb kürzester Zeit zusammen. Die Triebe sterben ab, die Trauben werden lila und ungenießbar. Apoplexie nennt man diese Erscheinung. Esca lässt sich bisher nur indirekt bekämpfen. Der Pilz kommt durch Schnittwunden am Holz in den Stock. Von dort arbeitet er sich dann von der Wunde aus immer tiefer ins Holz. Werden betroffene Triebe mitsamt dem Pilz schnell entfernt, ist der Stock zunächst wieder gesund und es wachsen wieder gesunde Triebe heran. Um das Eindringen des Pilzes in das Holz zu erschweren, achtet man beim Rebschnitt deshalb darauf, die Wunden so klein wie möglich zu halten und größere Wunden in gefährdeten Anlagen sogar zu verschließen. Patricia Frank Pfälzische Weinkönigin 24.09.2009 |
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