| Montag, 28. September 2009, 15:09 Uhr | Drucken | Versenden |
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Mitfiebern auf der Zielgeraden
Ein Versuch im Pferdewetten
Einmal mitfiebern. Darauf hoffen, dass das Pferd, auf das ich gewettet habe, als Erstes über die Ziellinie galoppiert. Das kann ich beim Mannheimer Herbst-Renntag. Beim Wetten orientiere ich mich zunächst an der Pressetafel und tippe sicherheitshalber auf den Favoriten: Araberstute FF Terska.
Von Martina Johann
Die Startboxen öffnen sich und es geht los. Eineinhalb Runden galoppieren die Pferde nun auf der Waldrennbahn. Terska führt die Gruppe bald mit einem leichten Vorsprung an und die Menge am Rand jubelt, als die Jockeys in einem Wahnsinnstempo an uns vorbeipreschen. Während der zweiten Runde baut FF Terska dann ihren Vorsprung aus, liegt jetzt klar vor den anderen und läuft als Erste über die Zielgerade. Juhu, die erste Wette gleich gewonnen! Sofort gehe ich mir mein Geld abholen und verwende es für einen neuen Einsatz. Das Fieber hat mich gepackt. Einsätze bis 200 Euro Investieren kann ich zwischen 1,50 und 200 Euro. Die Abstände zwischen den insgesamt neun Rennen reichen gerade aus, um sich über die nächsten Starter zu informieren und den Einsatz abzugeben. Um mich herum sitzen einige Familien, die picknicken und fast den ganzen Tag hier verbringen – schließlich geht das Programm von 13:30 bis 18:30 Uhr. Auf der Waldrennbahn trifft man entgegen dem Klischee eher Jeansträger mit Strohhut als High-Society-Mitglieder im Kostüm. Strategiewechsel Erneut setze ich beim zweiten Rennen auf Nummer eins. Und gewinne prompt wieder. Ausgezahlt bekomme ich gerade mal so viel, wie ich eingesetzt habe. Immer auf den Favoriten zu setzen, scheint sich finanziell kaum zu lohnen, ich ändere also meine Strategie. Vor dem nächsten Rennen schaue ich mir die nervös tänzelnden Galopper auf dem Führring an. Aufmerksam schnaubt mich der Braune Montani an – Außenseiter beim nächsten Rennen. Spontan kreuze ich ihn auf meinem Wettzettel an. Jockey abgeworfen Kurz darauf sprinten die Pferde aus den Startboxen und der vierjährige Montani liegt – leider den Voraussagen entsprechend – ganz hinten. Meine Aufmerksamkeit wendet sich kurz von ihm ab, als Reittier Nummer acht seinen Jockey abwirft, das Rennen aber trotzdem weiter mitgaloppiert. Schließlich arbeitet sich mein persönlicher Favorit Montani weiter nach vorne, er überholt auf der Zielgeraden noch ein paar andere Pferde, den Sieg schafft er jedoch nicht. Na ja, bis zum nächsten Rennen ist ja noch ein bisschen Zeit zu trainieren, mal sehen ob ich dann wieder auf ihn setzen werde.
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