Montag, 11. Mai 2009, 14:28 Uhr Drucken   |   Versenden
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Klettervergnügen zwischen Baumwipfeln
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Und wer sagt da noch, dass man zum Surfen Wasser braucht? Foto: fkk 
Sie sind sportlich, haben keine Höhenangst und suchen nach einem Freizeitvergnügen für (fast) die ganze Familie? Dann sollten Sie einem Kletterwald wie dem Abenteuerpark Kandel einen Besuch abstatten.
Von Frank Keiner

17 Parcours für Anfänger und Fortgeschrittene warten darauf, gemeistert zu werden. Bevor es aber bis zu 22 Metern in die Höhe geht, heißt es erst einmal die Ausrüstung anzulegen. Zugegeben, der Klettergurt sitzt schon sehr stramm und sieht gerade bei den Herren der Schöpfung anatomisch bedingt etwas gewöhnungsbedürftig aus. Hinzu kommen ein (blauer) Helm und zwei Karabiner, davon einer mit Rolle. Sehr zu empfehlen ist zudem ein guter Mückenschutz. Die Moskitos in Kandel sind nicht nur sehr groß, sondern stechen selbst durch dicke Kleidung. Auch ein paar Radlerhandschuhe zum Schutz der Hände sind kein Fehler.

Wer jetzt glaubt, sofort die Baumwipfel stürmen zu können, muss noch 20 Minuten Einführung über sich ergehen lassen. Wie sichere ich mich richtig? Welche Regeln gibt es zu beachten? Was passiert, wenn ich nicht mehr weiterkann? Gut zuzuhören dient nicht nur der eigenen Sicherheit, sondern bewahrt auch davor, später als Zeichen von Nichtbeachten der Instruktionen einen orangefarbenen Helm tragen zu müssen.

Umgang mit Karabinern wird schnell zur Routine

Für absolute Anfänger ist der Übungsparcours der richtige Einstieg. Ansonsten gibt es ja nach Mut und körperlichem Geschick genug Alternativen. Zu Beginn ist das ständige Ein-und Aushaken der Karabiner lästig und zeitraubend. Nach kurzer Zeit wird diese Übung jedoch routiniert bewältigt.

Viel Spaß bringen die bis zu 250 Meter langen Seilrutschen. Hierzu lässt man sich einfach mithilfe des Rollenkarabiners am Stahlseil entlang gleiten. Zum Abbremsen dienen dicke, um den Baumstamm gewickelte Polsterungen. Wer seine Hände weiter zum Klettern benutzen will, sollte auf keinen Fall während der rasanten Fahrt in das Seil greifen. Es drohen böse Verbrennungen.

"Rothelme" helfen auch in vertrackten Situationen

Je nach Parcours beträgt die Kletterzeit zwischen 25 und 55 Minuten. Zwischenzeitlich heißt es auch Geduld haben, wenn ein besonders vorsichtiger und/oder langsamer Vordermann die nächste Station belegt. Wer nicht mehr weiter kann, muss nicht zwischen den Bäumen übernachten. Ein laut gerufenes "Rothelm" reicht aus, um den am nächsten stehenden Parkmitarbeiter auf sich aufmerksam zu machen. Der probiert es zuerst mit Motivation und Tipps, steht aber auch mit einer Leiter als Retter parat, wenn alle Stricke reißen sollten.

Die Erfahrungen im Hochseilgarten sind sehr unterschiedlich. Während der eine schnaufend zugibt, sich überschätzt zu haben, berichtet der andere voll Stolz vom Sieg über die Höhenangst. In jedem Fall bietet der Fun Forest - wie es der Name schon sagt - viel Spaß im Wald. Mit einem bisschen Mut und der Unterstützung durch Freunde, Klassenkameraden oder Familie lassen sich auch Herausforderungen gut meistern.


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