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Pfalz-Ticker

Airbase-Ausbau: Gutachter haben geschützte Tierarten auf dem Areal gefunden

Die Maschinen des Typs KC 135 erlauben dem US-Militär, andere Flieger in der Luft zu betanken. Foto: dpa

Aus einem nicht-öffentlichen Gutachten, das ein deutsches Planungsbüro für Behörden erstellt hat, geht hervor, dass der geplante Ausbau knapp sechs Hektar Areal innerhalb der Ramsteiner Airbase betrifft. In dem Dokument, das der RHEINPFALZ vorliegt, sind diverse geschützte Tierarten aufgeführt, die auf dem Gebiet heimisch sind. Unter anderem deshalb plant die deutsche Seite eine Umweltverträglichkeitsprüfung vor Beginn der Arbeiten.
Der Kaiserslauterer Friedensaktivist Wolfgang Jung kritisiert derweil, dass die 15 Tankflugzeuge vom Typ KC-135, die von Großbritannien nach Ramstein verlegt werden sollen, "schrottreif" sind. Der Westpfälzer hat sich unter Gegnern der Airbase einen Namen gemacht. Unter anderem wollte er im vergangenen Jahr erreichen, dass der deutsche Staat dem US-Militär untersagt, die aus seiner Sicht völkerrechtswidrigen Drohneneinsätze mit Hilfe der Relaisstation auf der Ramsteiner Airbase abzuwickeln. Das Bundesverwaltungsgericht lehnte die Klage Jungs jedoch ab. Über die Tankflieger vom Typ KC-135 sagt Jung, sie seien im Schnitt über 60 Jahre alt und hätten längst ausgemustert werden müssen.
Die Flieger können andere Flugzeuge in der Luft betanken. Aus diesem Zweck können sie bis zu 120.000 Liter Treibstoff aufnehmen. Dabei handelt es sich laut Jung um den Spezialtreibstoff JP-8. Der steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Weil für diesen Treibstoff große Bodentanks gebaut werden sollen, sieht Jung die Gefahr, dass der umliegende Boden bei einem Defekt der Tanks verseucht werden könne.
Für den geplanten Ausbau der Ramsteiner Airbase bezahlen nicht nur die Vereinigten Staaten. Auch die Bundesrepublik leistet ihren Beitrag. Zusätzlich zu den 95 Millionen US-Dollar kommen noch 18 Millionen Euro für Planungs- und Verwaltungsaufwand von deutscher Seite. |gana